Boismortier, Joseph Bodin de (1689-1755): Balets de Village en trio op.52, eba5047


Boismortier, Joseph Bodin de (1689-1755): Balets de Village en trio op.52, eba5047

Artikel-Nr.: 5047
22,50


Balets de Village en trio op.52

für zwei Dessus (Blockflöte, Geigen etc.) und Basso continuo        

Premier Balet – IIe Balet

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Boismortier schrieb eine erkleckliche Anzahl von Werken für die eigentlich nicht hof- und salonfähigen Instru-mente wie Dudelsack und Drehleier. In Frankreich hießen sie allerdings nicht nur wesentlich klangvoller Musette und Vielle, sondern klangen im 17. Jahrhundert auch sehr viel raffinierter und klangreicher als die zur gleichen Zeit in Deutschland gebräuchlichen. Sie galten als Synonym für Schäfer- und Hirtenszenen und für die Landidylle. Wann diese Stücke aufgeführt wurden ist nicht klar, aber es lässt sich schnell an „Ländliche Feste“ in Parks, Gärten oder Landhäusern denken, wo die unkomplizierte Musik bestimmt gut passte.

Einige seiner Ausgaben sind dediziert für Vielle und Musette zugeeignet, bei den meisten heißt es aber Pour le Musettes, Vieles, Flutes à bec, Violons, Hautbois ou Flutes traversiere, so wie bei der hier vorliegenden Ausgabe der Balets de Village, (op. 52) von 1734. Im Gegensatz zu den Ausgaben der Gentilesses (z.B. op. 33 und op. 45), die gewöhnlich aus sechs Trios zu drei Sätzen bestehen (schnell-langsam-schnell), gibt es im op. 52 vier Ballette, die aus einer Vielzahl von Sätzen bestehen, die teilweise auch ineinander übergehen.

Aus dem Plural der Besetzungsangaben (Musettes Vielles) und auch aus der Vielzahl der Eintragungen Tous und Seule, lässt sich eher eine größere und sehr farbige Besetzung mehrerer Instrumente ableiten, obwohl es natürlich auch möglich ist, sie als Trio aufzuführen.

In einer Zeit, in der Vielle und Musette nicht mehr ganz so „üblich“ sind, man aber dennoch diese herrliche Musik aufführen will, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Man kann in einem homogenen Chor (Streicher, Bläser) einfach über die Spieleranzahl Seul und Tous unterscheiden, oder aber z.B. solistische Bläsereinschübe in einen Streicher- oder Tuttiklang einstreuen. Man kann ganze „Sopran-Orchester“ daraus bilden.

 

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